„Das Bayern­werk ist der Maschi­nen­raum der Ener­gie­wende.“

© Daniel Delang

Die Bayern­werk AG ist ein Kunde der ersten Stunde von Rein­hausen. Im Inter­view spricht der Vorstands­vor­sit­zende Dr. Egon Leo West­phal darüber, wie die Erfin­dung des Wider­stands­schnell­schal­ters die modernen Netze von heute erst möglich gemacht hat und wie er auf die Zukunft blickt.


Wie wichtig war die Erfin­dung des Wider­stands­schnell­schal­ters im Rück­blick?

Ganz klar: Es sind ja oft die eher verbor­genen Dinge, die Großes schaffen. Wer – außer Tech­nik­be­geis­terten – würde bei Wider­stands­schnell­schal­tern an revo­lu­tio­näre Entwick­lungen denken. Aber genau davon reden wir. Der Netz­be­trieb, wie wir ihn heute kennen, wäre ohne die Erfin­dung des Wider­stands­schnell­schal­ters tech­nisch und wirt­schaft­lich nicht reali­sierbar gewesen. Er hat es erst möglich gemacht, große Verbund­netze in der Praxis umzu­setzen und Span­nung über lange Distanzen stabil zu halten. Die Erfin­dung des Wider­stands­schnell­schal­ters vor 100 Jahren war also einer der entschei­denden tech­no­lo­gi­schen Durch­brüche, eine Schlüs­sel­in­no­va­tion für die Entwick­lung moderner Strom­netze. Der damals neuar­tige Schalter sorgte dafür, Trans­for­ma­toren unter Last präzise regeln und damit unter­schied­liche Span­nungs­ebenen stabil mitein­ander verbinden zu können.

Für die heutige Bayern­werk AG und unsere Vorgän­ger­or­ga­ni­sa­tionen war diese Inno­va­tion von grund­le­gender Bedeu­tung, weil sie die Voraus­set­zung geschaffen hat, aus einer Viel­zahl regio­naler Einzel­lö­sungen in der Ener­gie­ver­sor­gung ein leis­tungs­fä­higes, inte­griertes Verbund­netz zu entwi­ckeln. Auch die gezielte Steue­rung von Last­flüssen wurde mit dem Wider­stands­schnell­schalter möglich gemacht und damit letzt­lich die heutige Qualität und Zuver­läs­sig­keit der Strom­ver­sor­gung. Rück­bli­ckend lässt sich also sagen: Diese Erfin­dung ging weit über ihren unmit­tel­baren tech­ni­schen Nutzen hinaus.

„Die Erfin­dung des Wider­stands­schnell­schal­ters war also eine Schlüs­sel­in­no­va­tion für die Entwick­lung moderner Strom­netze.“

Sie hat viel­mehr den Grund­stein gelegt für die Skalie­rung der Ener­gie­ver­sor­gung und – das muss man sich bewusst machen — damit auch für die Indus­tria­li­sie­rung des Frei­staats Bayern. Der Wider­stands­schnell­schalter von Bern­hard Jansen ist auch im heutigen inno­va­tiven Verteil­netz­be­trieb kein veral­tetes Relikt, sondern ein bewährtes Basis­ele­ment. Seine direkte Domi­nanz nimmt in dyna­mi­schen, dezen­tral geprägten Netzen zwar ab – seine konzep­tio­nelle Bedeu­tung bleibt jedoch zentral, weil ein Groß­teil der heutigen Span­nungs­re­gel­technik darauf aufsetzt oder daraus hervor­ge­gangen ist.

Die Bayern­werk AG und Rein­hausen arbeiten seit Jahr­zehnten zusammen. Was verbindet die beiden Unter­nehmen?

Wenn wir über die Verbin­dung unserer Unter­nehmen spre­chen, kommen wir schnell zurück auf den Wider­stands­schnell­schalter und seinen Erfinder, Dr.-Ing. Bern­hard Jansen. Und dabei stoßen wir auf eine fast märchen­hafte Geschichte. Jansen trat im November 1928 in Regens­burg die Stelle als tech­ni­scher Leiter der Ober­pfalz­werke AG für Elek­tri­zi­täts­ver­sor­gung (OWAG) an, einem der Vorgän­ger­un­ter­nehmen des heutigen Bayern­werks. Und wenn die Über­lie­fe­rung stimmt, betrat Jansen ein Jahr später in Rein­hausen die Werk­statt von Oskar und Richard Scheu­beck.

Jansen hielt das Patent auf seinen Wider­stands­schnell­schalter. Der war bis dahin jedoch nur Theorie. Es mangelte an quali­tativ hoch­wer­tigen Zahn­rä­dern für sein verkup­peltes Doppel-Getriebe zur stufen­weisen Rege­lung von Trans­for­ma­toren unter Last. Was bis dahin niemandem gelungen war, schaffte der Über­lie­fe­rung nach ein Auszu­bil­dender der Gebrüder Scheu­beck an nur einem Tag. Der sicht­lich beein­druckte OWAG-Chef Jansen versprach den Gebrü­dern daraufhin weitere Aufträge. Ich denke, diese Geschichte über die Anfangs­zeit unserer Zusam­men­ar­beit steht exem­pla­risch für alles, was danach geschah.

Über die Jahre ist eine vertrau­ens­volle Zusam­men­ar­beit entstanden, die weit über eine klas­si­sche Liefe­ran­ten­be­zie­hung hinaus­geht und sich viel­mehr als part­ner­schaft­liche Entwick­lung von Lösungen für ein sich konti­nu­ier­lich wandelndes Ener­gie­system versteht. Basis dafür ist meiner Meinung nach ein gemein­sames Verständnis für die zentrale Rolle von Tech­no­logie in der Ener­gie­ver­sor­gung sowie ein hoher Anspruch an Qualität, Zuver­läs­sig­keit und Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit. Und wenn ich den Bogen etwas weiter spannen darf, mit Blick auf den Auszu­bil­denden aus dem Jahr 1929: Junge Menschen fördern, sie einfach mal machen lassen, ihre unver­stellten Perspek­tiven auf Heraus­for­de­rungen zuzu­lassen, um Inno­va­tion möglich zu machen: Das steht uns heute mehr denn je gut zu Gesicht.

Dr. Egon Leo West­phal ist seit 2021 Vorstands­vor­sit­zender der Bayern­werk AG. Für ihn sind die Ener­gie­netze das Rück­grat der Ener­gie­wende. © Daniel Delang

Was sind aus Ihrer Sicht die wich­tigsten Meilen­steine in der Zusam­men­ar­beit mit Rein­hausen?

Diese Meilen­steine lassen sich entlang der großen Entwick­lungs­schritte der Ener­gie­ver­sor­gung nach­voll­ziehen. In der frühen Phase des Netz­aus­baus stand zunächst die tech­ni­sche Voraus­set­zung im Mittel­punkt, aus frag­men­tierten Struk­turen ein stabiles Verbund­netz zu entwi­ckeln, was insbe­son­dere durch die Einfüh­rung regel­barer Trans­for­ma­toren und die Umstel­lung auf einheit­liche Span­nungs­ebenen ermög­licht wurde. Nach dem Zweiten Welt­krieg zeigte sich die Leis­tungs­fä­hig­keit dieser Konzepte beim schnellen Wieder­aufbau und der Reor­ga­ni­sa­tion der Strom­ver­sor­gung, bei der bestehende Netz­teile zügig wieder zu einem funk­tio­nie­renden Gesamt­system zusam­men­ge­führt werden konnten.

In den 1950er-Jahren folgte eine Phase des starken Wachs­tums, in der das Netz massiv erwei­tert und die Versor­gung in der Fläche erheb­lich ausge­baut wurde, was sich unter anderem in einer Verviel­fa­chung der Netz­längen und der Trans­for­ma­tor­sta­tionen wider­spie­gelte. Parallel dazu wurden mit Projekten wie der Pump­spei­cher­gruppe an der Pfreimd im Land­kreis Schwan­dorf früh­zeitig Flexi­bi­li­täts­op­tionen geschaffen, die heute im Kontext der Ener­gie­wende wieder eine zentrale Rolle spielen. Auch hier begegnet uns erneut der Visionär Bern­hard Jansen, war er doch der Initiator der Kraft­werks­gruppe. Nicht ohne Grund wurde der Kraft­werks­ver­bund an der Pfreimd von der OBAG im Mai 1959 in Pump­spei­cher­werks­gruppe Jansen umbe­nannt.

Diese Entwick­lung verdeut­licht, dass die Zusam­men­ar­beit immer dann beson­ders prägend war, wenn tech­no­lo­gi­sche Inno­va­tion und syste­mi­sche Weiter­ent­wick­lung inein­an­der­greifen konnten. Noch ein Beispiel für Bestän­dig­keit: In unseren Trans­for­ma­toren haben wir seit mehr als 50 Jahren fast ausschließ­lich Last­um­schalter von Rein­hausen im Einsatz. Unsere Fach­leute aus dem Umspann­werks­be­trieb schwärmen da regel­recht: „Die Geräte halten ein Trafo-Leben lang!“ Und die Entwick­lung der Vaku­um­schalt­röhren sei ein genialer Schritt gewesen – noch weniger Wartungs­auf­wand.

Was sind aktuell die größten Heraus­for­de­rungen für die Bayern­werk AG?

Unsere Arbeit ist domi­niert von der Dynamik der Ener­gie­wende, die das Ener­gie­system in einer Geschwin­dig­keit verän­dert, die histo­risch beispiellos ist. Und diese Geschwin­dig­keit müssen wir mitgehen, tun wir auch. Der massive Ausbau erneu­er­barer Ener­gien, insbe­son­dere dezen­traler Erzeu­gungs­an­lagen, führt zu einer zuneh­menden Vola­ti­lität und Komple­xität im Netz­be­trieb. Allein auf das Netz der Bayer­werk Netz GmbH wirken aktuell mehr als eine Million Erneu­er­bare Ener­gien Anlagen, in der Masse sind das PV-Anlagen.

Insge­samt sind heute fast 24.000 Mega­watt erneu­er­bare Leis­tung direkt an das Netz der Bayern­werk Netz GmbH ange­schlossen. Damit nicht genug: Wir rechnen bis zum Jahr 2045 mit einer Verdrei­fa­chung der rege­ne­ra­tiven Erzeu­gungs­leis­tung in Bayern. Im glei­chen Zeit­raum gehen wir von einer Verdop­pe­lung des Strom­ver­brauchs aus. Parallel beob­achten wir den Hoch­lauf von Anfragen für Groß­ver­brau­cher wie Rechen­zen­tren, insbe­son­dere im Raum München sowie im Raum Würzburg/Aschaffenburg.  Das Ener­gie­system wird also zur zentralen Platt­form der digi­talen Trans­for­ma­tion. Das verän­dert das Spiel. Ein weiterer Game­ch­anger sind Flexi­bi­li­täten.

© Daniel Delang

Was meinen Sie mit Flexi­bi­li­täten?

Spei­cher­lö­sungen. Bei der Spei­cher­leis­tung steuern wir über alle Segmente hinweg mit einer starken Entwick­lung bei Heim- und Grün­strom­spei­chern zügig auf rund 50 Prozent unserer Spit­zen­last von 8.000 Mega­watt zu. Das Spei­cher­land Bayern blüht also auf. In gewisser Weise stellen sich damit ähnliche Fragen wie bereits in der frühen Phase der Elek­tri­fi­zie­rung, nämlich wie sich unter­schied­liche Erzeu­gungs- und Verbrauchs­struk­turen effi­zient mitein­ander verbinden und stabil betreiben lassen. Der entschei­dende Unter­schied liegt jedoch in der Geschwin­dig­keit und Skalie­rung, mit der diese Trans­for­ma­tion heute erfolgt. Heute geschieht diese Trans­for­ma­tion nicht über Jahr­zehnte, sondern in wenigen Jahren.

Zugleich erleben wir den Umbau von einem zentralen in ein dezen­trales Ener­gie­system. Ein System, das wir bereits vor vielen Jahren in unserem Flower-Power-Konzept beschrieben haben. Flower-Power war damals die Vision eines Systems, indem die länd­li­chen Blätter mit hoher Erzeu­gungs­kraft die städ­ti­sche Blüte mit hohem Bedarf versorgen. Ein System mit lokalen Ener­gie­kreis­läufen, die durch Flexi­bi­li­täten möglich werden. Das heißt: Die Ener­gie­wende findet im länd­li­chen Raum statt. Und wir sehen immer mehr Flex­umer, Menschen, die Energie nicht nur konsu­mieren und produ­zieren, sondern spei­chern, selbst nutzen oder erzeu­gungsnah bereit­stellen. Das ist echte Heimat­en­ergie. Und die macht das Ener­gie­system der Zukunft zu einem rich­tigen Schlager.

Wie schafft die Bayern­werk AG die Ener­gie­wende und die Trans­for­ma­tion der Netze ganz konkret?

Die Bayern­werk-Gruppe begegnet diesen Heraus­for­de­rungen mit einem inte­grierten Ansatz, der Netz­ausbau, System­in­te­gra­tion und Digi­ta­li­sie­rung konse­quent mitein­ander verbindet. Wir haben im Jahr 2022 die „Wachs­tums­of­fen­sive Ener­gie­zu­kunft Bayern“ ausge­rufen, setzen diesen Weg konse­quent fort und wenden von 2026 bis 2030 rund 12 Milli­arden Euro für die baye­ri­sche Ener­gie­wende auf. Allein im letzten Jahr haben wir unter anderem die Kapa­zität von 15 Umspann­werken, über 1.700 digi­tale Orts­netz­sta­tionen, 177 Kilo­meter Hoch­span­nungs­lei­tungen, fast 1.600 Kilo­meter Mittel­span­nungs­kabel und weitere 1.600 Kilo­meter Nieder­span­nungs­kabel hinzu­ge­baut. Das sind Zahlen, die noch vor wenigen Jahren völlig undenkbar waren, scheinbar fern jegli­cher Realität. Heute sind sie Realität. Und in den kommenden Jahren geht das so weiter.

Der Ausbau der Netz­in­fra­struktur schafft also die notwen­digen Kapa­zi­täten für die Einspei­sung erneu­er­barer Ener­gien, während gleich­zeitig durch die Inte­gra­tion von Spei­chern zusätz­liche Flexi­bi­lität ins System gebracht wird. Noch ein Wort speziell zu Groß­spei­chern: Da muss man sorg­fältig vorgehen, da sie mit dem öffent­li­chen Netz inter­agieren. Spei­cher, die allein nach markt­wirt­schaft­li­chen Zielen betrieben werden, können das Netz belasten. Und alles, was bestehende Engpässe im Netz verschärft, ist schwierig. Wir präfe­rieren daher netz­neu­trale und netz­dien­liche Spei­cher. Uns liegt ein haus­hoher Stapel an Anträgen für Groß­bat­te­rie­spei­cher vor – mit einem Leis­tungs­um­fang, der so nie kommen kann und wird.

Wir reden da aktuell von über 80.000 Mega­watt, weit über das Zehn­fache unserer Höchst­last. Da gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen und vor allem, Realismus zu bewahren. Bei Groß­spei­chern braucht es noch syste­mi­sche und tech­ni­sche Rege­lungen. Das ist ein Entwick­lungs­pro­zess. Zudem geht es ja nicht nur um Spei­cher. Wir blicken auch auf Rechen­zen­tren, die wirt­schaft­liche Entwick­lung von Gewerbe und Indus­trie, Dekar­bo­ni­sie­rung, Wohnungsbau, Digi­ta­li­sie­rung, Wärme­ver­sor­gung, E‑Mobilität für Pkw und demnächst Lkw – alle brau­chen Strom, alle brau­chen das Netz. Dadurch entsteht ein logi­scher Run auf Netz­ka­pa­zi­täten, was diese immer mehr zum Gold der Ener­gie­wende macht.  

Was sind aus Ihrer Sicht die größten tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Hebel, um diese Dyna­mik­be­herrschbar zu machen?

Die zentrale Heraus­for­de­rung besteht heute darin, die stei­gende Komple­xität des Ener­gie­sys­tems beherrschbar zu machen. Wir haben die Erneu­er­baren entfes­selt. Wir haben die Netze entfes­selt. Jetzt geht es darum, das gesamte Ener­gie­system zu entfes­seln. Hierfür setzen wir auf eine Kombi­na­tion aus tech­no­lo­gi­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Hebeln. Die Digi­ta­li­sie­rung spielt dabei eine Schlüs­sel­rolle, da sie erst­mals eine nahezu Echt­zeit-basierte Steue­rung der Netze ermög­licht und damit die Voraus­set­zung für eine aktive System­füh­rung schafft. Gleich­zeitig werden Prozesse stan­dar­di­siert und skaliert, um den notwen­digen Ausbau in der erfor­der­li­chen Geschwin­dig­keit umsetzen zu können.

Wir haben zum Beispiel Stan­dard­größen von Umspann­werken defi­niert, setzen auf lang­fris­tige, zuver­lässig plan­bare Zusam­men­ar­beit mit unseren Part­ner­firmen, wir haben das Lager- und Logis­tik­ma­nage­ment neu aufge­setzt und passen in enormen Umfang unsere IT-Prozesse an, denn Ener­gie­wende heißt für uns als Netz­be­treiber vor allem Massen­pro­zesse.  Ergän­zend dazu gewinnt die voraus­schau­ende Planung auf Basis von Daten­ana­lysen und Szena­rien zuneh­mend an Bedeu­tung, da sie hilft, zukünf­tige Entwick­lungen früh­zeitig zu anti­zi­pieren. Insge­samt entsteht so ein System, das trotz wach­sender Dynamik stabil und steu­erbar bleibt.

„Wir haben die Erneu­er­baren entfes­selt. Wir haben die Netze entfes­selt. Jetzt geht es darum, das gesamte Ener­gie­system zu entfes­seln.“

Ein Beispiel dafür ist der Einsatz Künst­li­cher Intel­li­genz, die uns dabei hilft, das Netz anhand von Echt­zeit­werten effi­zient auszu­lasten und so verfüg­bare Kapa­zi­täten optimal zu nutzen. Wir sind der erste Verteil­netz­be­treiber Deutsch­lands, der einen netz­dien­li­chen Spei­cher baut, er soll noch in diesem Jahr im Land­kreis Cham in Betrieb gehen. Wir treiben Inno­va­tionen voran: Mit dem Konzept der Einspei­se­steck­dose stellen wir gezielt und voraus­schauend Kapa­zi­täten für den Anschluss Erneu­er­barer bereit.

Die Über­bauung macht die opti­mierte Nutzung von Netz­an­schluss­punkten möglich, etwa indem an einem bestehenden PV-Einspei­se­punkt zusätz­lich Wind­kraft ange­dockt wird. Zusam­men­fas­send lässt sich sagen: Unsere orga­ni­sa­to­ri­sche und tech­no­lo­gi­sche Inno­va­ti­ons­kraft ist entschei­dend, um das Ener­gie­system von morgen in Balance und damit so richtig ins Laufen zu bringen.

Welche Erwar­tungen haben Sie heute an die Zusam­men­ar­beit mit Herstel­lern und Tech­no­lo­gie­part­nern wie Rein­hausen?

Die Erwar­tungen an Partner wie Rein­hausen haben sich im Zuge der Trans­for­ma­tion des Ener­gie­sys­tems deut­lich erwei­tert und sind heute stärker stra­te­gisch geprägt als je zuvor. Neben der hohen Qualität und Zuver­läs­sig­keit der Produkte kommt es zuneh­mend auf die Fähig­keit an, tech­no­lo­gi­sche Entwick­lungen gemeinsam voran­zu­treiben und Lösungen über den gesamten Lebens­zy­klus von Anlagen hinweg zu denken. Dazu gehört auch die Inte­gra­tion digi­taler Funk­tionen, die es ermög­li­chen, Betriebs­mittel intel­li­gent in das Gesamt­system einzu­binden. Histo­risch betrachtet war die enge Zusam­men­ar­beit zwischen Netz­be­trei­bern und Tech­no­lo­gie­part­nern bereits ein wesent­li­cher Erfolgs­faktor für den Aufbau der Ener­gie­ver­sor­gung.

Diese Logik gilt heute mehr denn je, denn die Trans­for­ma­tion der Netze kann nur im engen Schul­ter­schluss aller Betei­ligten gelingen. Daher enga­gieren wir uns auch verstärkt in Forschungs­pro­jekten. Und wir etablieren neue Kommu­ni­ka­ti­ons­for­mate. So hat etwa Ende April unser „Partner.Live: Tech­nik­Dialog“ seine Premiere gefeiert. Mehr als 160 Vertre­te­rinnen und Vertreter von Part­ner­firmen, Hoch­schulen und Forschungs­ein­rich­tungen kamen zusammen, um sich über tech­ni­sche Zukunfts­themen der Energie- und Netz­wirt­schaft auszu­tau­schen. Ziel: Praxis und Theorie zusam­men­bringen, Impulse setzen, Ideen weiter­ent­wi­ckeln und Koope­ra­tionen anstoßen. Keine Frage, dass hier auch die Maschi­nen­fa­brik Rein­hausen mit dabei war, um die dyna­mi­sche Soll­wert­re­ge­lung von regel­baren Orts­netz­trans­for­ma­toren vorzu­stellen. Vielen Dank dafür!

Gene­rell ist mir mich klar: Die Ener­gie­wende ist ein Gemein­schafts­werk. Sie ist das wohl größte Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekt unserer Zeit. Und sie ist ein gewal­tiger Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess. Die Ener­gie­wende gelingt nur, wenn alle Betei­ligten ihre Rollen kennen und bereit sind, im Rahmen einer Verant­wor­tungs­ge­mein­schaft ihren jewei­ligen Beitrag zu leisten. Das Bayern­werk ist der Maschi­nen­raum der Ener­gie­wende. Wir sind das auch dank lang­jäh­riger Partner wie Rein­hausen.

Ich habe auf Ihrer Website gelesen: „Unser Anspruch ist echte Inno­va­tion: Gemeinsam mit unseren Kunden gestalten wir die Ener­gie­wende.“ Das kann ich voll und ganz unter­schreiben. Wir teilen Werte wie Vertrauen, Verläss­lich­keit, Verbind­lich­keit. Ich denke, das ist mindes­tens ebenso bedeu­tend, wie die tech­ni­sche Inno­va­ti­ons­kraft. Ich schätze das sehr. Und ich bin dafür auch sehr dankbar. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft unserer Netze – mit Tech­no­lo­gien, die Maßstäbe setzen, und Konzepten, die Wachstum ermög­li­chen.

Die Bayern­werk AG


Das Bayern­werk wurde 1921 auf Initia­tive des Bauin­ge­nieurs Oskar von Miller gegründet. Seine Vision war es, ganz Bayern flächen­de­ckend mit Elek­tri­zität zu versorgen und die bis dahin zersplit­terte Strom­in­fra­struktur zu einem einheit­li­chen Netz auszu­bauen. Heute gehört die Bayern­werk AG mit Sitz in Regens­burg zu den größten Verteil­netz­be­trei­bern Deutsch­lands und betreibt ein Netz von rund 157.000 Kilo­me­tern Länge.


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