Unsere Power für Südamerika

Seit 40 Jahren ist MR in der Millionenmetropole São Paulo in Brasilien präsent und bedient von dort aus den südamerikanischen Markt. Jetzt steigt der Standort ins Trafo-Service-Business ein. Das Ziel: ein Rundum-sorglos-Paket für die Kunden aus der Energiewirtschaft.


Brasilien, Anfang 1976. Der kleine Marcelo da Costa spielt im Wohnzimmer seiner Eltern in São Paulo. Da fällt sein Blick auf eines der Magazine, die sein Vater immer von der Arbeit mitbringt. Es ist ein MR-Magazin. „Da werde ich später auch mal arbeiten, Papa!“, ruft der Kleine, sein Vater schmunzelt. Heute ist klar: Marcelo hatte recht. Er ist General Manager bei MR-Brasilien und Chef von 75 Mitarbeitern.


Marcelo da Costa ist General Manager bei MR do Brasil Indústria Mecánica Ltda. (© Maschinenfabrik Reinhausen)

Die MR-Niederlassung in Brasilien liegt etwa 20 Kilo­meter von der Zwölf-Millionen-Metropole São Paulo entfernt. 1980 erwarb MR das Gebäude vor den Toren der Stadt und eröffnete damit den ersten Standort außerhalb Deutschlands. „Von hier aus konzentrieren wir uns hauptsächlich auf den brasilianischen Markt, betreuen aber auch einige wichtige Kunden in ganz Süd- und Lateinamerika“, sagt da Costa.

75 Mitarbeiter
arbeiten in der Niederlassung in São Paulo

Auf ins Premium-Segment

Die Lage bei São Paolo, dem Finanzzentrum Brasiliens, ist ideal: Flughäfen sind in der Nähe und auch die Autobahn­anbindung ist sehr gut. Zudem gibt es hier ausreichend Fachkräfte und Bewerber, die MR im hauseigenen Trainingscenter ausbildet. Die größte Herausforderung für MR Brasilien ist es, im Geschäft mit Trafo-Services Fuß zu fassen. Die Idee: Mit eigens für die Trafo-Ölaufbereitung bestückten Lkw — sogenannten Oil Rigs — will da Costa seinen Kunden ein Rundum-sorglos-Paket mit Wartung und Service bieten.

„Service ist auch in Brasilien ein Zukunftsmarkt. Daher bauen wir unsere Dienstleistungen rund um Stufenschalter und Transformatoren weiter aus.“Marcelo da Costa, General Manager

Dabei ist MR sowohl in Städten als auch auf weniger entwickeltem Terrain unterwegs. Service ist auch in Brasilien ein Zukunftsmarkt. Doch mit vier Lkw steht MR Brasilien hier noch am Anfang. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir zwar im Bereich Trafo-Instandhaltung einiges an Erkenntnissen gewonnen, aber wir haben noch viel vor“, sagt der General Manager. „Unser Fokus sind Industriekunden im Premiumsegment — dort gibt es nicht so viel Konkurrenz, weil man Zertifikate braucht, die sich kleinere Firmen nicht leisten können“, erklärt da Costa.

28 Servicetechniker
kümmern sich um Laststufenschalter- und Trafowartungen

Blick in die Zukunft

Ein echter Meilenstein: 2019 hat MR in Brasilien zwei dieser wichtigen Zertifikate bekommen, ein Umweltzertifikat und eines zur Mitarbeiter­gesundheit. Um die Sichtbarkeit von Transformator-Services im Premiumsegment zu erhöhen, setzt MR auch auf die Zusammenarbeit mit den Großen der Servicebranche. „Es ist eine Win-win-Situation“, so da Costa. „Wir erhalten tiefe Einblicke in das Trafo-Servicegeschäft und unsere Partner profitieren von unserem Know-how im Bereich Stufenschalter.“

Und hier hat MR Brasilien einiges zu bieten, denn Stufenschalter sind das Kerngeschäft. Wie wichtig dieses Geschäft ist, wurde in den vergangenen fünf Jahren besonders klar. „2012 begann hier eine Wirtschaftskrise“, erzählt Marcelo da Costa. „Uns hat sie allerdings nicht wirklich getroffen. Wir konnten unsere Exportzahlen im Bereich Stufenschalter in der Zeit sogar um satte 50 Prozent steigern. Unser Exportgeschäft aus Brasilien heraus hat uns über die Krise hinweggeholfen.“ Was Stufenschalter angeht, sitzt MR Brasilien also fest im Sattel. Und auch in puncto Trafo-Services ist da Costa bester Dinge: „Es wird gut werden“, sagt er.


 

528 TWh

Strom verbrauchen die Brasilianer pro Jahr. Seit 1990 ist der Konsum um rund 140 Prozent gestiegen.

141.388 Kilometer

Stromleitungen durchziehen das Land.
Bis 2023 sollen es 185.484 Kilometer sein.

80 Prozent

der brasilianischen Strom­produktion stammt aus Wasserkraft: 417 Terawattstunden insgesamt. Damit steht das südamerikanische Land nach China weltweit an zweiter Stelle der Stromerzeugung mit Wasserkraft.

 


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Marcelo da Costa, General Manager, ist für Sie da:
M.Costa@br.reinhausen.com

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